2009
31.08.2009 - Sicherheitsmängel im Kernkraftwerk Cattenom

Laut Pressebericht (TV vom 28.08.2009) wurden erneut bei jüngst vorgenommenen Sicherheitskontrollen Unregelmäßigkeiten in den drei Reaktoren festgestellt. Unter anderem sollen die Inspektoren gefordert haben, dass der Strahlenschutz besser eingehalten wird und bemängeln, dass bei den Abschaltungen die notwendigen Risikoanalysen unvollständig seien.

In diesem Zusammenhang wird der Atomexperte und Träger des alternativen Nobelpreises, Mycle Schneider zitiert, der die Zahl der Beanstandungen als „beunruhigend“ findet und weiter ausführt, dass es schockierend sei, dass nach über 20 Jahren, seitdem das Kraftwerk ans Netz gegangen sei, noch immer elementare Regeln des Strahlenschutzes nicht beachtet würden.

Wiederholt habe ich auf die Sicherheitsgefährdung des KKW Cattenom hingewiesen und, neben der betreiberunabhängigen systematischen Überwachung, auch eine Verbesserung des Katastrophenschutzes für die Trierer Region gefordert.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Welche Kenntnisse und Informationen hat die Landesregierung über die vorerwähnten, gravierenden Sicherheitsmängel und wann wurde sie entsprechend informiert (bitte Darlegung der einzelnen Sicherheitsmängel und der erfolgten Information)?
  2. Wie bewertet die Landesregierung diese wiederholt beim Betrieb des KKW Cattenom festgestellten Sicherheitsmängel und die Zahl der Beanstandungen?
  3. Teilt die Landesregierung zwischenzeitlich die Sorgen und Bedenken großer Teile der Bevölkerung der Grenzregion zu Frankreich über den scheinbar „nachlässigen“ Umgang des Betreibers des KKW Cattenom mit Sicherheitsbestimmungen sowie die sich hieraus erhobene Forderung der Kommunen in der Region Trier auf ein echtes betreiberunabhängiges Überwachungssystem, sowie die Verschärfung der Sicherheitsvorschriften?
  4. Welche Schritte gedenkt die Landesregierung vor diesem Hintergrund zu unternehmen, um den gerechtfertigten Forderungen zur Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen im KKW Cattenom und den Sicherheitsbedürfnissen der Bevölkerung der Region Trier zu entsprechen?
  5. Bleibt die Landesregierung vor dem Hintergrund der sich dauernd wiederholenden Störfälle bzw. Sicherheitsmängeln bei ihrer bisherigen ablehnenden Haltung hinsichtlich der Forderung des Kreistages Trier-Saarburg auf Ausdehnung der 25km-Zone und der Einbeziehung der Katastrophenschutzplanung auf die gesamte Region Trier? Wenn ja, bitte detaillierte Darlegung und Begründung

Antwort der Landesregierung

CDU Deutschlands CDUPlus Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Angela Merkel bei Facebook
© Bernhard Henter MdL  | Startseite | Impressum | Kontakt | Realisation: Sharkness Media | 0.35 sec. | 17444 Besucher