2009
19.01.2009 - Planungen zur Errichtung einer Moselbrücke zwischen Temmels und Mertert/Wasserbillig (Luxemburg) als Ersatz des sog. Moselaufstiegs im Zuge der Westumfahrung von Trier

Mit meiner Kleinen Anfrage Drs. 15/1229 hatte ich u. a. die Frage aufgeworfen, ob der Landesregierung Überlegungen bekannt seien, dass als Ersatz des sog. Moselaufstiegs bei Igel eine neue Variante geprüft werden soll, die vorsieht, eine Moselbrücke bei Temmels zu errichten.

In der Beantwortung meiner vorgenannten Kleinen Anfrage teilte die Landesregierung u.a. mit, dass dieses Vorhaben in eine gemeinsam mit dem Bund und Luxemburg geplante verkehrswirtschaftliche Untersuchung für die Region einbezogen werde und dass mit ersten Ergebnissen dieser Untersuchung voraussichtlich Ende 2008 gerechnet werden könne. Auf dieser Grundlage könnten sodann Aussagen über die verkehrlichen Auswirkungen der verschiedenen Planungsvarianten getroffen werden.

Zwischenzeitlich veröffentlichte der SPD Ortsverein Tawern auf seiner Internet-Homepage einen Artikel mit der Überschrift: „Brückenprojekt Temmels (D) – Mertert/Wasserbillig (L) – Übereinstimmung zwischen luxemburgischen und deutschen Kommunalpolitikern“.

In diesem Artikel wird weiter ausgeführt, dass in gemeinsamen Konferenzen luxemburgischer

und deutscher Kommunalpolitiker zur Problematik des grenzüberschreitenden Verkehrs im Raum Obermosel sich übereinstimmende Überlegungen verdeutlichten, ein deutsch-luxemburgisches Brückenprojekt zu favorisieren und dass der über viele Jahre verfolgte Brückenschlag im Verlauf der B 51 nach Igel vom Tisch sei.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

  1. Liegen die vorstehend erwähnten mit dem Bund und Luxemburg geplanten verkehrs-wirtschaftlichen Untersuchungen für die Region zwischenzeitlich vor und welches Ergebnis haben diese Untersuchungen erbracht? Wenn ja, welche konkreten Ergebnisse ergeben sich aus diesen Untersuchungen (bitte detaillierte Auflistung)? Wenn nein, bis wann ist mit dem Abschluss der Untersuchungen konkret zu rechnen?
  2. Welche Aussagen können aufgrund dieser Untersuchungen hinsichtlich der verkehrlichen Auswirkungen der verschiedenen Planungsvarianten für die Region getroffen werden (bitte detaillierte Aussagen)?
  3. Sind der Landesregierung „übereinstimmende Überlegungen“ zwischen luxem-burgischen und deutschen Kommunalpolitikern bekannt, welche das vorgenannte deutsch-luxemburgische Brückenprojekt favorisieren, sowie die Aussage, dass der Brückenschlag im Zuge des sog. Moselaufstiegs vom Tisch sei und wie bewertet die Landesregierung diese Aussagen?
  4. Wie sollte die Finanzierung einer solchen Brückenvariante zwischen Temmels und Mertert/Wasserbillig erfolgen (bitte konkrete Darlegung der Gesamtkosten und der auf die Bundesrepublik und Luxemburg entfallenden Anteile)?
  5. Wie bewertet die Landesregierung im Zusammenhang mit den vorstehenden Aussagen die Auffassung ebenso vieler kommunalpolitischer Verantwortlicher vor Ort, dass eine neue Moselbrücke bei Temmels zwar lokale Vorteile u.a. beim Pendlerverkehr zwischen Deutschland und Luxemburg, jedoch keine Entlastung beim großräumigen Verkehr bringen würde und somit keine wirkliche Alternative zum bisher geplanten Moselaufstieg bei Igel sein kann, da diese Variante die Fragen aufwirft, wie sich die hierdurch zu befürchtenden, stark zunehmenden Verkehrsströme durch Temmels, Oberbillig sowie Tawern-Fellerich kanalisieren ließen?
  6. Wie bewertet die Landesregierung bestehende Vorstellungen, die Verkehrsbelastung für die tangierten Ortschaften durch folgende Folgemaßnahmen zu reduzieren:
    Neutrassierung der L 136 oberhalb von Temmels, von Tawern kommend, sowie eine Troglösung (Absenkung der B 419 auf Bahnniveau und Überbauung) für die Ortsdurchfahrt Oberbillig (B 419) zu schaffen?
  7. Bestehen nach Kenntnis der Landesregierung Planungen, wie der zu befürchtende, stark zunehmende Verkehrsstrom (Pendlerverkehr nach und von Luxemburg) durch die Ortschaften Tawern und Temmels geführt werden soll? Sind hier entsprechende Umgehungen vorgesehen und wie sollen diese realisiert werden?
     
     
Antwort der Landesregierung I
Antwort der Landesregierung II
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