2008
28.07.2008 - Störfälle im KKW Cattenom

In der jüngsten Ausgabe des Trierischen Volksfreund vom 25.07.2008 wird berichtet, dass es in diesem in der Grenznähe zu Deutschland und Luxemburg gelegenen KKW seit 1986 rund 700 Störfälle gegeben haben soll. Hierbei beruft sich die Zeitung auf die Aussagen des renommierten Atomwissenschaftlers Mycle Schneider, der ausführt, dass die Gefahr durch einen Atomunfall in Cattenom größer sei, als in anderen Anlagen in Frankreich, da hier die Bevölkerungsdichte rund um diesen Reaktor viel höher sei als anderswo.


Vor dem Hintergrund der in kurzer Zeit sich häufenden Meldungen über Störfälle in französischen Atomkraftwerken nimmt die Beunruhigung bei der in unmittelbarer Nähe zu Cattenom wohnenden Bevölkerung, insbesondere in den Regionen von Metz, Saarbrücken, Trier und Luxemburg stetig zu, die sich durch solche Veröffentlichungen immer stärker verunsichert fühlen und befürchten, dass sich hier auch ein schwerwiegender Vorfall ereignen könnte.


Wir fragen die Landesregierung erneut:

  1. Wie bewertet die Landesregierung diese sich häufenden Vorfälle in den französischen Atomkraftwerken, insbesondere im größten französischen KKW in Cattenom?
  2. Wurde die Landesregierung über die jeweiligen Vorfälle von der französischen Seite, in welchem Zeitrahmen jeweils und in welcher Form informiert?
  3. Teilt die Landesregierung die immer stärker werdende Beunruhigung der betroffenen Bevölkerung in der Trier-Saarburger Grenzregion durch diese ständigen Berichte über Vorkommnisse und Störfälle?
  4. Hält die Landesregierung nach den sich in letzter Zeit häufenden Vorfällen im KKW Cattenom bzw. anderen französischen aber auch deutschen Atomkraftwerken die Sicherheitsstandards des KKW Cattnom immer noch für ausreichend?
  5. Sieht die Landesregierung immer noch nicht das Erfordernis, eine Verschärfung der französischen Sicherheitsvorschriften und eine betreiberunabhängige Überwachung zu fordern, oder beharrt die Landesregierung weiterhin auf ihrer Haltung, die sie in der Beantwortung der Frage 3 meiner Kleinen Anfrage Drs. 15/1491 folgendermaßen zum Ausdruck bringt: „Auch das jetzige Ereignis gibt keinen Anlass, von der bisher eingenommenen Position abzuweichen.“
  6. Bleibt die Landesregierung aufgrund der sich häufenden Störfälle bei ihrer ablehnenden Haltung hinsichtlich der Forderung der Kreisgremien des Kreises Trier- Saarburg nach einer Ausweitung der Vorsorgeplanungen von bisher 25 km auf 50 km? Wenn ja, bitte detaillierte Begründung.

Antwort der Landesregierung

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